Mauritius

Bereits im 10. Jahrhundert war die Insel Mauritius bei arabischen Seefahrern als Dina Harobi ("verlassene Insel") bekannt. Offiziell von Europäern entdeckt wurde die Insel erst in 1507 durch den Portugiesen Diego Fernandez Pereira. Besiedelt wurde das Eiland jedoch erst durch die Holländer, die die Insel 1598  in Besitz nahmen und nach dem dem Prinzen Moritz von Oranien (ndl. Maurits, lat. Mauritius) benannten. Von 1598 bis 1710 war Mauritius in niederländischem Besitz. Im Jahr 1715 wurde die Insel von den Franzosen erobert, die sie in „Île de France“ umbenannten. Eigentümerin des Eilands war bis zu ihrem Bankrott im Jahr 1767 die Französische Ostindienkompagnie. Nach fast hundertjähriger Besatzung wurde die Insel schliesslich von den Briten in 1810 erobert, die sie wiederum in Mauritius umbenannten. Die Bevölkerung blieb trotz einer mehr als 150 Jahre dauernden britischen Herrschaft durch die Abstammung der herrschenden Oberschicht bis heute französisch geprägt. Das Zuckerrohr wurde bereits 1639 von den Niederländern auf Mauritius eingeführt, das sie aus Batavia, dem heutigen Jakarta mitgebracht hatten. Schon bald entstanden erste Raffinerien und immer mehr breiteten sich die Plantagen aus und bedeckten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts fast die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche der Insel. Was bei der Produktion von Zucker übrig blieb, die Melasse, wurde Anfangs ans Vieh verfüttert, doch schon im 17. Jahrhundert begann man, daraus Rum herzustellen. Von den einst 250 Zuckerraffinerien blieben, nachdem die Zuckerpreise Ende des 19. Jahrhunderts ins Bodenlose fielen, heute ganze vier übrig. Die fünf R(h)umbrennereien der Insel indes haben keine Absatzprobleme, rund eine Million Liter stellen sie jährlich her, das meiste davon allerdings bleibt im eigenen Land. Aktuell existierende Brennereien sind:

- St. Aubin Ltd. (gegr. 1819)

- New Grove - Grays Inc. Ltd. (gegr. 1838)

- International Distillers Mauritius Ltd., vormals Gilbeys Mauritius Ltd. (gegr. 1972)

- Chamarel (gegr. 2009)

- Distillerie de Labourdonnais, vormals Rhumerie des Mascareignes (gegr. 2006)

sowie Litchquor, die lokale Rums vor Ort veredeln


Rhum House Rhum Vieux Ile Maurice (Chamarel) Brut de fût 2008

Vorliegende Abfüllung des unabhängigen Schweizer Abfüllers Rhum House stammt von der in 2006 gegründeten Brennerei Chamarel auf der Insel Mauritius. Der Rhum agricole (Chamarel ist eine der beiden Brennereien auf Mauritius die Rum direkt aus Zuckerrohrsaft herstellen) wurde 2008 gebrannt und im Anschluss bis 2011 in Eichenfässern gelagert. Rhum House liess dann den Rhum die verbleibenden Jahre in einem ehemaligen Jurançon-Fass (Cauhape) reifen, um ihm ein elegantes Finish zu verleihen. Der Rhum wurde anschliessend in Fassstärke in eine limitierte Anzahl Flaschen abgefüllt.

 

Jahrgang: 2008

Alter: 9 Jahre

Alkoholgehalt: 53% vol.

Füllmenge: 0,5l

Degustations-Note: In der Nase fruchtige Noten sowie Vanille. Im Gaumen verleiht das Sonder-Finish dem Rhum eine delikate Aromenvielfalt bestehend aus dem Geschmack süsser, karamellisierter Früchte kombiniert mit Holznoten. Langer, eleganter Abgang.

Rhum House Rhum Vieux Ile Maurice (Chamarel) Brut de fût 2008

CHF 118.00

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