USA

Bei den Kolonialisten spielte Rum seit den Anfängen der Besiedelung des nordamerikanischen Halbkontinents beim Handel mit den indigenen Völkern eine grosse Rolle. Besonders geschätzt wurde hierbei Rum aus Barbados, Antigua, Montserrat und Grenada. Die zunehmende Alkoholabhängigkeit der lokalen Indianerstämme hatten jedoch verheerende Folgen, so dass es bereits 1630 in Massachusetts entsprechende Gesetze zum Verkaufsverbot von Rum an Indianer gab (und bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts folgten fast alle Bundesstaaten dieser Gesetzgebung). Dies geschah selten aus Sorge um das Wohlergehen der indianischen Völker, sondern man hielt es für wahrscheinlicher, dass unter Alkoholeinfluss stehende Indianer Siedler angreifen würden. Bei den aus Europa stammenden nordamerikanischen Siedlern spielte Rum jedoch ebenfalls eine grosse Rolle. Wesentlicher Vertriebskanal waren die überall entstehenden Gasthäuser. Für den lokalen Markt wurde zunehmend Rum direkt auf dem nordamerikanischen Kontinent gebrannt, wobei es auf Rhode Island 1762 bereits 22 Brennereien und in Massachusetts gar derer 63 gab. Die für die Produktion benötigte Melasse wurde vor allem aus Jamaika aber auch von den französischen Antillen nach Nordamerika transportiert. Der Handel mit nicht-britischen Kolonien war der britischen Krone ein Dorn im Auge, so dass im September 1764 ein neues Zollgesetz in kraft trat (der American Revenue Act oder kurz: Sugar Act), das eine strikte Besteuerung der meisten Konsum- und Handelsgüter aus nicht-britischen Kolonien vorsah. Dies traf die Wirtschaft der englischen Kolonien besonders hart und führte nicht nur zum lokalen Boykott englischer Handelsware, sondern drückte sich mehr und mehr durch offenen Widerstand gegen die britische Staatsmacht aus. Es war somit der Streit um Zucker und Rum, der die Grundlagen schuf, die Unabhängigkeit der USA gegen die alten Kolonialmächte zu forcieren. 

Über viele Jahre war Whiskey das dominierende Produkt der lokalen Brennereien, wobei Rum in den letzten zehn Jahren wieder enorm an Kraft gewonnen hat, so dass heutzutage über 100 Brennereien um die Gunst des Kunden buhlen. Für Rum-Enthusiasten eröffnen sich völlig neue Perspektiven bzw. völlig neuartige Aromenwelten.


OriginR Florida Sauternes Double Ageing Rum 14 yo

Vorliegende Abfüllung ist der erste „Exot“ der OriginR Rum-Reihe. Es handelt sich um ein Destillat einer nordamerikanischen Brennerei, die sich in Florida befindet. Der Rum reifte für 7 Jahre vor Ort und weitere 7 Jahre in Europa, wobei innerhalb der letzten 30 Monate dieses Zeitraums ein Double Ageing in Sauternes-Fässern des Château Bastor Lamontagne stattfand. Diese Kostbarkeit wurde auf 924 Flaschen limitiert abgefüllt. Aus unserer Sicht ist es eine schöne Gelegenheit für lokale Rum-Aficionados in die Welt nordamerikanischer Rums einzutauchen. Es entstehen fortlaufend neue Brennereien in den USA und einige der Produkte haben uns bereits restlos überzeugen können.

 

Jahrgang: 2006

Alter: 14 Jahre

Alkoholgehalt: 50% vol.

Füllmenge: 0,7l

Degustations-Note (Quelle OriginR): Die Noten von kandiertem Obst, Aprikose und Pfirsich verstärken den fruchtigen Charakter des Rums, er ist lecker, süss und hat die Wärme des Alkohols ohne ins Extreme zu fallen.

OriginR Florida Sauternes Double Ageing Rum 14 yo

CHF 115.00

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